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Motorrad-News vom 08.01.2007
Rev it up ...
Präsentation des Eric Clapton Tribute Bike im Ace Cafe London.
Dumpfes Grollen von Harley Triebwerken erfüllt die Luft und der unbeschreibliche Sound von V8 Motoren lässt den Boden erbeben. Biker mit zurück gegeelten Haaren, jede Menge cooler Typen mit Triumphs, Nortons und BSA’s stehen mit einer Kippe im Mundwinkel vor der Tür, das ist kein Hollywoodfilm. Das ist die Realität im Ace Cafe in London und damit der richtige Ort für die Präsentation des Eric Clapton Tribute Bikes. Schon am Nachmittag sind im Ace mehr Biker als im Film Easy Rider je zu sehen waren und der Laden füllte sich zum Presse-Fotoshooting des Choppers bis auf den letzten Sitzplatz. Als Kulisse dient die Ace Bühne, auf der schon Legenden wie Graham Fenton mit seiner Band Matchbox, der ehemalige Formel 1 Fahrer Damon Hill und viele Popgrößen gespielt haben, –mehr geht nicht-.
Ready for the Party - Aus der Jukebox hämmert der Sound von Gene Vincent, den Stray Cats und natürlich Eric Clapton, als der neue Besitzer des Bikes eintrifft. Nur mit extrem guten Worten kann man ihn davon abhalten, sein verhülltes Bike vor der Präsentation anzuschauen, denn Geduld ist nicht die Stärke des Einprozenters. Als gegen 20.00 Uhr der Laden zum bersten voll ist und rund 200 Harleys vor der Tür parken, ist es soweit. Martin, der ansonsten keinen Alkohol zu sich nimmt, wurde mit einigen englischen Bieren beruhigt und die Präsentation kann beginnen. Zum Sound von Eric Clapton wird das Bike von einem Model mit gekonnten Hüftschwüngen langsam enthüllt, und der ansonsten so coole Typ, sinkt mit seinen knapp 2 Metern Größe auf die Knie um sein neues „Baby“ anzubeten, als die nächste Überraschung unerwartet aus der Menschenmenge kommt. Eine Handvoll Freunde aus Österreich und sogar seine Eltern tauchen aus der Menge auf, was in vollständig aus der Fassung bringt und den Gebrauch einer dunklen Sonnenbrille notwendig macht. Unglaubliche Szenen spielen sich vor der Bühne ab, denn jeder will als erster einen Blick auf den Penz Chopper erhaschen und sich mit dem Ofen und dem Model Fotografieren lassen. Als Martin nach 3 Jahren, die er auf das Bike gespart hat, den Schlüssel von Peter „Penz“ entgegen nimmt, um sein Bike zu entjungfern wird es schlagartig leer auf der Bühne. Der Sound der BSL-Penz Auspuffanlage hämmerte einen Sound auf die Bühne, bei dem der Schallpegel von den übelsten Englischen Punkbands der 80er ein leises Summen für die Ohren ist. Selbst Marc Wilsmore, die lebende Legende und Besitzer des Ace Cafe, lässt es sich nicht nehmen, bei der Präsentation dabei zu sein und zeigt sich sichtlich beeindruckt von dem Ofen. „It is real Rock n Roll“ sind seine ersten Worte, als er den Ofen sieht und hört, was sicherlich aus dem Munde eines solchen Mannes eine Adelung für jeden Bikebuilder und Fahrer ist. Einige Getränke später verabschieden wir uns kurz vor Mitternacht aus dem ACE, da in England ja immer noch komische Gesetze herrschen, die man nur mit bestimmten Lizenzen umgehen kann.
The Day after - Als am nächsten Morgen die Sonne über London aufgeht, ist erstmal ein kräftiges Frühstück im ACE angesagt. Danach betrachtet Martin sein Bike bei Tageslicht, um endlich zu realisieren, dass sein Traum für den er Tag und Nacht gearbeitet hat, jetzt in Metall und Lack vor ihm steht. Der Clapton Fan, der kaum ein Konzert versäumt, lässt in Gedanken noch einmal Revue passieren, wie er aus den USA bei Penz anrief, um sich Infos über einen Chopper einzuholen. Hat seinen ersten Besuch bei Anita und Peter vor Augen, nachdem er von einer Montage wieder zurück in Österreich war. Aber vor allem denkt er an seine zahlreichen Besuche während der Bauphase, bei denen er am liebsten mit dem Schlafsack neben der Arbeitsbühne übernachtet hätte.
Er schleicht um seinen Ofen und sieht mit klarem Blick, was gestern im Nebel vom „English Ale“ verschleiert war. Er betrachtet den sauber verarbeiten Evil Spirit Rahmen mit acht Zoll höheren und drei Zoll längeren Rahmenrohren. Mit einer 24 Zoll längeren SJP Gabel, ergibt sich somit ein berechneter Nachlauf, der für ein optimales Fahrverhalten sorgt. Sein Blick bleibt an dem von Penz angefertigten Tank, dem Heck und dem Frontfender hängen, auf denen der Custompaint Profi Marcus Pfeil Hand anlegte. Pfeili illustrierte Eric Clapton dermaßen realistisch auf die Lackteile, dass es scheint, als wenn der Meister der Gitarre selbst unter Klarlack gelegt worden wäre. Notenschlüssel am Rahmen und viele Details wie z.B. die Titel seiner Alben auf dem offenen Belt machen das Bike zu dem was es ist, zum Eric Clapton Tribute Bike.
Ready to ride - Von Menschen umringt, drückt Martin den Startknopf um das 1550er Twin Cam Triebwerk zum Leben zu erwecken. Ein cooler Griff an die CCE Chromarmaturen trennt die Kupplung in dem offenen BDL „Top Fuell Street Drive“ Primärantrieb und die Jungfernfahrt kann beginnen. Lässig tritt er mit seinen Boots auf die Schwarzen SJP Rasten, legt den ersten Gang in dem Baker 6 Gang Getriebe mit Right Side Drive ein und setzt die Sonnenbrille auf. Noch ein kurzer Blick aufs ACE Cafe und die 300er Walze, die auf einer 10,5x18 Speed Point Felge sitz, krallt sich in den englischen Asphalt, um die ersten Kilometer auf der „falschen“ Fahrbahnseite zu rollen. Mit einem breiten Grinsen verschwindet Martin mit spielerischer Leichtigkeit im Kreisverkehr und hinterlässt eine staunende Menge, die nicht glauben will, dass sich dieser ellenlange Chopper so easy händeln lässt.
Obwohl die Londoner Polizei recht entspannt ist, dauert es nicht lange, bis Martin gestoppt wird und schon übelste Befürchtungen wegen dem Werkstatt-kennzeichen hat. Doch nix war mit Stress. Der Cop begrüßt Martin mit den Worten, „Damn, what a nice Bike“, und läßt ihn nach wenigen Minuten der Bewunderung wieder fahren.
Ab dem Frühjahr wird Martin mit Sicherheit jede Menge Touren und Treffen anfahren, denn schon nach den ersten 100 Kilometer stellte er fest, „Das ist ein Ofen zum fahren und kein Hollywood Cruiser, der für den Trailer gebaut wurde“.
Special thanks to the Ace Cafe, keep on rocking! -
www.clapton.de -
www.clapton.de.vu
Text & Fotos: © Thunder Media Service (Frank Sander)
Quelle: © PENZenstadler GmbH Presse-Service -
www.penz-custombikes.com
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